Zitate, Triaden und Weisheiten

 

Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.

- Friedrich Nietzsche -

Mondphase

CURRENT MOON

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Thymian

Zusammenstellung von Scáthán

 

 

Lateinischer Name:                   Thymus vulgaris, Thymus zygis, Thymus serpyllum

Volkstümliche Namen:              Demut, Echter Thymian, Gartenthymian, Immenkraut, Römischer Quendel, Welscher Quendel, Zimis

Drogenbezeichnung:                Thymian = Thymi Herba (früher: Herba Thymi); Thymianblätter = Thymi Folium (früher: Folia Thymi)

Sorten:                                    Thymian (Thymus vulgaris, Thymus zygis, Thymus serpyllum)

                                                Feld- Thymian (Thymus pulegioides)

Beschreibung:                         Lippenblütengewächs; kleiner immergrüner kriechender oder aufsteigender Halbstrauch, 10- 40 cm hoch; die aufrechten vierkantigen Stängel sind kurz behaart und mit kleinen, 4- 10 cm langen schmal- ovalen (elliptischen) kurz gestielten oder sitzenden Blättchen besetzt; sie sind unterseits dicht graufilzig behaart, oberseits glatt und am Rand eingerollt; die typischen (sehr kleinen) Lippenblüten stehen in Ähren (kugelförmigen Blütenständen) und sind blassrötlich (hellrosa) gefärbt; die ganze Pflanze duftet stark aromatisch

Stand- und Fundort:             Heimat: Felsenheiden und immergrüne Buschwälder des Mittel- meerraumes

                                                bei uns nur gelegentlich in verwilderter Form; trockene, sonnige Standorte

Verwendete Bestandteile:       das ganze blühende Kraut (ohne die Wurzeln); gute Ware be- steht nur aus den oberen Teilen blühender Triebe oder aus den abgerebelten Blättern

Inhaltsstoffe:                          ätherisches Öl mit hohem Anteil an Thymol (bis zu 50%), Carvacrol, Borneol, Cymol, Pinen und andere; etwas Gerbstoff und Flavonoide

Blütezeit:                                 (Mai) Juni bis August (September)

Sammelzeit:                             April- September

Ernte und Aufbereitung:       man erntet das blühende Kraut, wobei man die Triebspitzen bevorzugt. Gebündelt oder ausgebreitet trocknet man an der Luft im Halbschatten. Wird bei künstlicher Wärme getrocknet, so darf die Temperatur (wie bei allen ätherischen Öldrogen) 35°C nicht übersteigen.

Heilwirkung:                          wirkt fiebersenkend, fäulniswidrig, beruhigend, desinfizierend, geruchsmindernd, krampfstillend, krampflösend

                                                wirkt vor allem auf Lunge, Bronchien, Magen & Darm;

                                                wirkt belebend auf den Verdauungstrakt und Appetit anregend; Speisen werden besser verdaut;

                                                Gärungserscheinungen und krampfartige Beschwerden werden beseitigt, übelriechende dünne Stühle normalisiert;

Anwendung:                           Tee: bei krampfartigem Husten, Keuchhusten, Blähungen, Koliken, Nieren-, Blasen-, Gebärmutterkrämpfen

                                                Auszüge aus der Pflanze in Form von Säften oder Tropfen: Hustenstillung und Besserung von chronischer und akuter Bronchitis, Milderung von asthmatischen Anfällen

                                                Bei schlecht heilenden Wunden als Badezusatz und als Mund- spülungen.

                                                Thymian Bad: bei Husten (vornehmlich Keuchhusten), Nerven- schwäche, Rheuma und Darmbeschwerden

                                                Im alten Ägypten: als Leichenharz

                                                Hausmittel: zur Förderung der Monatsblutung, bei Akne und unreiner Haut, mit viel Honig als Kräftigungsmittel, als Wurmmittel, gegen Kopfschmerzen, zum Gurgeln bei Halsweh und Heiserkeit; aus dem ätherischen Öl bereitet man einen Spiritus der zur Wunddesinfektion und zum Einreiben bei Altersjucken gebraucht wird

 

Nebenwirkungen:                    Thymol kann zur Überfunktion der Schilddrüse Anlass geben. Bei der Verwendung des Thymians als Tee ist das aber nicht zu befürchten. Überdosierungen sollte man jedoch vermeiden.

 

Magischer Gebrauch:

Geschlecht:                               weiblich

Planet:                                      Merkur, Venus; Stier (Regent Venus), Waage (Regent Venus)

Element:                                   Wasser

Magische Kräfte:                      Als Räucherung für Gesundheit, Heilung und innere Reinigung (Cunningham)

                                                aus Thymian und Majoran einen Tee bereiten, diesen ins Bade- wasser geben; reinigt die Aura

                                                In Kissenfüllungen vertreibt es Alpträume. (Conway)

                                                Kerzenzauber: Energie, Kraft, Stärke; Reinigung; Vorausschau & Hellsichtigkeit (Conway)

 

 

Rezepte:                                 Verwendung als Gewürz: Gewürz für fette Speisen (Fleisch, Bratkartoffeln, Rühreier mit Speck, fette Wurst, fetter Käse), die dadurch nicht nur geschmacklich bereichert, sondern vor allem leichter verdaulich werden. Zusammen mit Rosmarin und etwas Salz ergibt Thymian eine empfehlenswerte Gewürzmischung für fette Fleischeintöpfe.

 

                                                Tee:

                                                a) 1 gehäuften Teelöffel Thymiankraut mit ¼ l Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen oder mit siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten lang ausziehen; danach abseihen. 3 Tassen täglich trinken, mäßig warm und bei Husten mit Honig gesüßt.

 

                                                b) 1 Teelöffel mit 1 Tasse Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, 2- 3 Tassen pro Tag (bei Husten, Keuchhusten, Blähungen, Koliken, Nieren-, Blasen-, Gebärmutterkrämpfen)

 

                                                Magenteemischung mit Thymian:

                                                Thymiankraut                                    20,0

                                                Kümmelfrüchte                                 10,0

                                               Pfefferminzblätter                              10,0

                                                Tausendgüldenkraut                          10,0

                                                2 gehäufte Teelöffel der Mischung mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Mäßig warm 3 Tassen Tee täglich trinken. Tee nicht süßen.

 

                                                Hustenteemischung mit Thymian:

                                                Thymiankraut                                    20,0

                                                Schlüsselblumenwurzel                       10,0

                                                Ansifrüchte                                      10,0

                                                Spitzwegerichblätter                         10,0

                                                Sonnentau                                      10,0

                                                2 gehäufte Teelöffel der Mischung mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Mäßig warm 3 Tassen Tee täglich trinken. Tee mit Honig süßen.

 

Badezusatz:

100g Thymiankraut übergießt man mit 1 l kochendem Wasser, zieht 15-20 Minuten lang aus, seiht ab und setzt die Flüssigkeit dem Vollbad zu.

Einen Tee aus Thymian und Majoran bereiten, diesen ins Badewasser geben (reinigt die Aura).

Verwandte Pflanzen:                Rosmarin

Sonstiges:                                Lieder: „Wild mountain thyme”

Tradition: Thymianbeutel bei schottischen Jungfrauen, wird bei der Entjungferung abgeschnitten („plug wild mountain thyme“)

 

 

Feld- Thymian (Thymus pulegioides)

 

Der aromatische Duft, der beim Zerreiben des Feld- Thymians entsteht, verrät die Art als Würz- und Heilpflanze. Als Küchengewürz wird jedoch vorwiegend eine südeuropäische Art verwendet. Die Stängel der 5- 20 cm hohen Pflanze sind scharf 4kantig, die Kanten sind behaart. Die ovalen Blätter sind kahl, allenfalls an der Oberseite leicht behaart. Die purpurnen Blüten stehen in einem kugeligen Quirl beieinander. Der Durchmesser der einzelnen Blütenkrone beträgt max. 6 mm, die oberen Kronzähne sind bewimpert. Man findet diese formenreiche Lippenblütler- Art überwiegend auf Magerwiesen, an Waldrändern und auf Heiden. Blütezeit Juni bis Oktober.

 

 

Disclaimer Hinweis und Warnung

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen sind der Literatur entnommen und der Grad der Zuverlässigkeit ist mir unbekannt. Ich warne daher vor einer Selbstbehandlung.

 

 

Quellen

www.wikipedia.de