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Drei Folgen der Weisheit: Vorstellungskraft, Zweck und Bemühung.

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Waldmeister

Zusammenstellung von Scáthán

Lateinischer Name: Galium odoratum, früher auch Asperula odorata

Volkstümliche Namen: Duftlabkraut, Gliederkraut, Halskräutlein, Herzfreude, Herzfreund, Leberkraut, Mäschtee, Maiblume, Maichrut, Maikraut, Maitee, Mösch, Sternleberkraut, Tabakskraut, Teekraut, Waldmanntee, Waldtee, Waldmännchen, Wohlriechendes Labkraut

Drogenbezeichnung: Asperulae herba

Beschreibung: Der Waldmeister ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die ein kriechendes Rhizom hat. Er wird bis 35 cm hoch und ist eine ausdauernde Pflanze mit einfachen, vierkantigen Stängeln. Die anfangs hellgrünen später dunkelgrünen, lanzettlichen, am Rande mit feinen Borsten besetzten Blätter stehen zu sechst, oben zu acht in Scheinquirlen.

Die schneeweiß, glockig sternförmigen Blüten stehen in einem Gipfelstrauß auf dreimal gedrehten Stielen. Die Früchte stellen kleine klettenartige Nüsschen dar.

Im frischen Zustand duftet der Waldmeister kaum, man muss das gepflückte Kraut erst anwelken lassen, bevor sich der typische Waldmeisterduft entfaltet.

Stand- und Fundort: Das Verbreitungsgebiet umfasst Mittel-, Ost- und Südeuropa so- wie Nordamerika. Waldmeister wächst in schattigen Wäldern, vorzugsweise in krautreichen Buchen- oder Laubmischwäldern. Im Garten zählt er zu den so genannten Waldstauden, die unter Gehölzen gut gedeihen. In einem Staudenbeet müssen ihm daher vergleichbare Bedingungen geboten werden.

Verwendete Bestandteile: das blühende Kraut

Inhaltsstoffe: In den grünen Pflanzenteilen kommt Cumaringlycosid vor, das besonders beim verwelkenden Blatt Cumarin abspaltet. Cumarin verursacht den besonderen Waldmeister-Duft. In geringen Mengen kommen zudem das Glucosid Rubichlorsäure, Bitterstoffe, Asperulosid und Gerbstoffe vor.

Blütezeit: im Mai Sammelzeit: Mai und Juni

Ernte und Aufbereitung: In der Blütezeit ernten und ihn entweder für Tees trocknen oder zu einer Waldmeisterbowle zum Maifest verarbeiten.

 

Wirkung:

Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, krampflösend, schweißtreibend, Verdauungsbeschwerden, Blasensteine, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, nervöse Schlaflosigkeit, nervöse Unruhe, Nervenschmerzen, vermindert die Blutgerinnung, Gefäß stärkend, Venenschwäche, Ödeme, Furunkel, Menstruationsbeschwerden, Ekzeme, schlecht heilende Wunden

Anwendung: Er wird vor allem als Gewürz für die Maibowle verwendet. Außer zur Bowle, wird er in Götterspeise, Limonaden, Eis, Likören, Bier (Schuss in Berliner Weiße) und Parfümen verwendet. Kommerziell vertriebene Nahrungsmittel dürfen seit einem Verbot 1981 in Deutschland aufgrund der Toxizität des im Waldmeister enthaltenen Cumarins nur noch künstlich gefärbt und aromatisiert werden.

In der Homöopathie wird die Essenz aus frischem, vor der Blüte gesammeltem Kraut (D1-D2) bei Metritis und Kolpitis innerlich angewendet. In der Volksmedizin findet der Waldmeister als Antispasmodicum, bei Leberleiden und Gelbsucht Verwendung.

Waldmeister in Tees: Der Haupteinsatzzweck des Waldmeisters ist die Nutzung als Tee oder in Teemischungen gegen Kopfschmerzen und Migräne. Dazu verwendet man das blühende Kraut. Den Waldmeister sollte man jedoch nicht überdosieren, denn sonst kann er Kopfschmerzen auslösen, also genau die Beschwerden, gegen die er eigentlich wirken soll. Da der Waldmeister beruhigend wirkt, kann man ihn auch gegen Schlaflosigkeit und Unruhe verwenden. Die Blutgerinnung wird vom Cumarin vermindert, sodass das Blut besser fließt, aber im Fall von Wunden schlechter gerinnt. Diese Eigenschaft des Waldmeisters muss man berücksichtigen. Man kann Waldmeister- Tee auch zur Stärkung der Blutgefässe, speziell der Venen trinken. Dadurch hilft er, zusammen mit seiner Leber- und Nierenstärkenden Eigenschaft auch gegen geschwollene Füsse. Weil der Waldmeister krampflösend wirkt, kann er Periodenkrämpfe lindern.

 

Nebenwirkungen:

Nach übermäßigem Genuss von Waldmeister kann es zu Kopf- schmerzen kommen. Cumarin kann beim Menschen in höheren Dosen Benommenheit, Schwindel, Erbrechen oder gar zentrale Lähmung und Atemstillstand im Koma hervorrufen. Solche Vergiftungen sind jedoch beim Genuss cumarinhaltiger Pflanzen wegen des geringen Cumaringehaltes und der geringen Toxizität des Cumarins nicht zu befürchten. Cumarin vermindert die Blutgerinnung.

 

Magischer Gebrauch:

Waldmeister wird zur Anziehung von Geldmitteln und Wohlstand mitgeführt und von Sportlern und Kriegern getragen, da er ihnen zum Sieg verhelfen soll. Wenn man die Pflanze in einen Lederbeutel gibt, bewahrt sie vor Schaden jeglicher Art.

Geschlecht: maskulin

Planet: Mars

Element: Feuer

Magische Kräfte: Sieg, Schutz, Geldmittel

 

Rezepte:

Waldmeister-Bowle: Für die Bowle nimmt man den Waldmeister vor der Blütezeit, denn dann duftet er stärker. Man nimmt eine Hand voll Waldmeister und lässt ihn anwelken. Das angewelkte Waldmeistersträusschen hängt man in einen Liter Wein und lässt ihn zwei Stunden ziehen. Zwei Esslöffel Zucker werden in etwas heißem Wasser angerührt und dann in den angesetzten Wein gegeben. Am Schluss gießt man noch eine Flasche Sekt dazu. (Für die Zubereitung von Waldmeisterbowle sollten nicht mehr als 3 Pflanzen pro Liter Flüssigkeit verwendet werden.)

 

Verwandte Pflanzen:

Waldmeister gehört zu den Rötegewächsen (Rubiaceae), wie der Färberkrapp oder die Kaffeepflanze

 

Sonstiges:

Duftkissen: Da beim Waldmeister der Duft eine wichtige Wirkung ausübt, kann man ihn auch in Duftkissen einarbeiten. Dazu kann man den Waldmeister beispielsweise mit Steinklee, Salbei, Lavendel und anderen getrockneten Duftkräutern mischen. So ein Duftkissen eignet sich dazu, mit ins Bett genommen zu werden oder man kann es auch in den Kleiderschrank legen, um Motten fernzuhalten.

Waldmeister gehört zu den Kräutern von "Mariae Bettstroh", d.h. er wurde früher Wöchnerinnen und ihrem Baby als Bettunterlage ins Bett gelegt, als Matrazen noch aus Stroh bestanden. Mit seinen beruhigenden und entkrampfenden Eigenschaften sollte es das Wohlbefinden von Mutter und Kind fördern.

Der Waldmeister vertrieb angeblich die Hexen und Kühe, die nicht fressen wollten, kurierte man mit einer Handvoll Waldmeister, der mit Salz gewürzt war.

Wenn Waldmeister besonders stark duftet, steht Regen bevor.

Als Räucherpflanze wirkt er schutzmagisch z. B. in der Räuchermischung: Waldmeister, Huflattich und Minze.

 

Disclaimer:

Hinweis und Warnung: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen sind der Literatur entnommen und der Grad der Zuverlässigkeit ist mir unbekannt. Ich warne daher vor einer Selbstbehandlung.

 

Quellen: www.wikipedia.de